Augenkrankheiten

TRÄNENDES AUGE


Die Ursachen für ein tränendes Auge sind vielfältig. Entweder werden zu viele Tränen gebildet wie z.B. bei Entzündungen oder die Tränen können nicht richtig abfließen wie z.B. bei einer Verengung der ableitenden Tränenwege.

Die Augen tränen, weil zu viele Tränen gebildet werden.

Bei Reizzuständen der vorderen Augenabschnitte kann es zu einer vermehrten Produktion von Tränenflüssigkeit durch die Tränendrüse kommen. Solche Reizzustände können durch Entzündungen des Lidrandes, der Bindehaut oder der Hornhaut oder auch durch Fremdkörper im Bindehautsack oder auf der Hornhaut ausgelöst werden.
Die Therapie besteht in einer Entfernung des Fremdkörpers bzw. in einer medikamentösen Behandlung der Entzündung durch Augentropfen oder Augensalbe.

Die Augen tränen, weil die Tränen nicht abfließen können.

Dies ist bei Fehlstellungen der Lider, insbesondere beim Ektropium, einem erschlafften, auswärts gewendeten Unterlid, der Fall. Dabei taucht das untere Tränenpünktchen nicht in den Tränensee ein. Ein Abfluss der Tränenflüssigkeit ist daher trotz intakter ableitender Tränenwege nicht möglich.
Die Therapie besteht in einer Unterlidoperation, bei der das Lid gestrafft und das Tränenpünktchen wieder an den Augapfel angelegt wird.

Der Tränenabfluss kann auch gestört sein durch eine Verengung oder einen Verschluss der ableitenden Tränenwege im Bereich der Tränenkanälchen oder des Tränensacks:

Bei Kindern gibt es recht häufig einen angeborenen Verschluss durch ein feines Häutchen am Übergang zwischen Tränensack und Nasenhöhle. Dies äußert sich durch ein vermehrtes Tränen von Geburt an. Nach spätestens 4 Wochen kommt es dann zu scheinbar eitrigen Absonderungen in den Bindehautsack.
Die Therapie besteht in einer Massage des Tränensacks, ggf. in Kombination mit abschwellenden Augen- und Nasentropfen. Falls dies erfolglos bleibt, kann nach Ablauf des ersten Lebensjahres in einer kurzen Narkose der Tränennasengang sondiert und gespült werden. In einigen Fällen bleibt auch dies wirkungslos, so dass dann eine Silikonschlauchintubation durchgeführt werden muss.

Auch bei Erwachsenen kann es zu einem Verschluss der ableitenden Tränenwege kommen. Eine häufige Ursache sind vorangegangene Entzündungen, die die Tränenwege verstopft haben. Ob die Tränenwege verschlossen oder verengt sind, lässt sich nach Gabe von betäubenden Augentropfen durch eine vorsichtige Spülung der Tränenwege feststellen.
Um die verengte Stelle (Stenose) genau zu lokalisieren, wird vor einer möglichen Operation eine Röntgenkontrastmitteldarstellung der Tränenwege durchgeführt. Dabei wird ähnlich wie bei der Spülung der Tränenwege ein Kontrastmittel in die ableitenden Tränenwege eingebracht. Auf dem Röntgenbild lassen sich dann Lokalisation und Ausmaß der Stenose erkennen.

Im Blickpunkt

Neubau:

am Klinikum Osnabrück
entsteht unser visualeins-Ärztehaus

... mehr

Melle:

seit 1. Juli 2017 neue Zweigpraxis von visualeins
... mehr

Premiumlinsen:

maximaler Sehkomfort nach Kataraktoperation
... mehr